AG gegen Tierversuche in Kooperation mit Venga bei der Kinderuni |
| Posted by Frank on Jan 15 2010 at 12:48 PM |
Die Kinderuni gibt jungen Menschen die Möglichkeit einmal das Student(-innen) sein auszuprobieren, eine Menge Fragen stellen zu können und noch mehr Fragen beantwortet zu bekommen. Und dabei sind die Fragen, welche an der Kinderuni behandelt werden, nicht immer trivialer Natur. Ganz wie im Studium soll schließlich auch einmal gezeigt werden, was es zu erforschen gibt und wie an Unbekanntes herangegangen werden kann. Dass dabei nicht alle Themen behandelt werden können, an denen die jungen Nachwuchsstudent(-innen) Interesse haben könnten, liegt auf der Hand. Zu jenen „Desiderata“ zählt unter anderem auch die Beziehung von Menschen zu anderen Tieren, welche in der Hochschullandschaft nicht nur ein immer stärker beforschtes Gebiet darstellt. Darüber hinaus wird über dieses Thema auch unter anderem an der Universität Bielefeld im kommenden Sommersemester mit zwei Seminaren gelehrt.
Für Kinder indes ist die „Mensch-Tier-Beziehung“ in mehrfacher Hinsicht höchst interessant. Zum einen, weil wohl (fast) jedes Kinderherz sich mindestens einmal im Leben kaum von den Fragen rund um Tiere losreißen konnte. Und gerade in den Medien für junge Menschen wimmelt es von Darstellungen über Tiere in den verschiedensten Formen. Doch werden die Probleme in der „Mensch-Tier-Beziehung“ leider kaum für junge Medienkonsumenten aufgearbeitet. Somit erreicht ein Thema, welches in unserer Zeit eigentlich immer stärker präsent wird, kaum die jüngeren Mitglieder der Gesellschaft oder nur unzureichend auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Doch auf der anderen Seite sind es vor allem die jungen Menschen, auf welche die Notwendigkeit einer Lösung der Probleme rund um Tierschutz und Tierrecht zukommen wird. Daher wurde in einer gemeinschaftlichen Aktion der studentischen Hochschulgruppen AG gegen Tierversuche und Venga Bielefeld während den Veranstaltungen der Kinderuni eine spannende Entdeckungstour rund um das Motto „Tiere erLEBEN“ angeboten. Außerhalb der Hörsäle wurden zu diesem Zweck an drei von vier Freitagen, an denen die Kinderuni im März stattfand, in der Haupthalle der Universität von 14 bis 18 Uhr einen Infotisch der beiden Gruppen aufgebaut. Die Kinder wurden an das interdisziplinäre und aktuelle Thema herangeführt und Probleme wie Lösungen wurden spielerisch und intuitiv erfahrbar gemacht. Die AG gegen Tierversuche hatte unter anderem ein "Miniatur Maushaus" gebastelt - doch dazu weiter unten. Venga lud die jungen Studierenden ein, in einer Fühlbox zu "untersuchen", aus welchen Getreiden sich alles "Milch" herstellen lässt. Und natürlich fehlten auch die beliebten Waffeln der Hochschulgruppe nicht.
Leider konnten die beiden Hochschulgruppen am letzten Freitag im März ihren Infostand nicht wie gewohnt aufbauen. Am Mittwoch der entsprechenden Woche erreichte die AG gegen Tierversuche (obwohl vermutlich beide Gruppen gleichermaßen Adressaten waren) eine gleichwohl respektlose, wie aggressive Email des SchülerInnen-Büros. Den Hochschulgruppen wurde vorgeworfen, mit „unlauteren Methoden den eigenen Interessen“ nachzugehen und den Kindern „Schuldgefühle“ zu bereiten. Das SchülerInnen-Büro bezog sich mit jenen Anschuldigungen auf das von der AG gegen Tierversuche ersonnene „Maushaus“. Dabei handelte es sich um einen grauen Karton, aus dem symbolisch Stoffmäuse gegen einen Euro Spende „befreit“ werden konnten. Viele Eltern schenkten ihren Kindern neben einer Waffel auch noch so eine Maus, welche die Kinder, samt „Tagebuch der Maus“ mit nach Hause nehmen konnten. Die Idee hinter dem „Maushaus“ war, eine möglichst kindergerechte Aufklärung zu betreiben. Doch das SchülerInnen-Büro sah darin wohl bloß böse Absicht, suchte jedoch nicht einmal den Dialog mit den Hochschulgruppen. Stattdessen überzeugte das SchülerInnen-Büro die Universitäts-Verwaltung hinter dem Rücken beider Hochschulgruppen, dass dieselben den nächsten Infostand ohne das Maushaus aufbauen sollten. Darüber hinaus kommunizierte das SchülerInnen-Büro in der bereits erwähnten Email an die AG gegen Tierversuche, dass der Infostand von der Universitäts-Verwaltung komplett verboten worden sei.
Die Hochschulgruppen protestierten zwar umgehend, sowohl gegenüber dem SchülerInnen-Büro, wie auch der Universitäts-Verwaltung, der vierte Infostand im März konnte aber dennoch nicht mehr realisiert werden.
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