Petition an den Bundestag |
| Posted by Frank on Mar 18 2008 at 11:11 AM |
Anfang Juni haben wir in einem Schreiben an den Petitonsausschuss des Bundestages Transparenz im Zusammenhang mit Tierversuchen gefordert. Damit unterstützen wir eine 2006 eingereichte Petiton und die Forderung der Ärzte gegen Tierversuche e.V. Dem Schreiben haben wir 998 an der Uni Bielefeld gesammelte Unterschriften beigefügt. Dies ist das Schreiben:
»Sehr geehrte Damen und Herren,
die Presseerklärung des als gemeinnützig anerkannten Vereins „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ vom 8. Mai 2007 nehmen wir zum Anlass, um die Forderung nach Transparenz bei Tierversuchen mit den von uns an der Universität Bielefeld bisher gesammelten 998 Unterschriften (siehe Anhang) zu unterstreichen. In diesem Zusammenhang weisen wir auf die bereits am 10. April 2006 eingereichte Petition „Tierversuche: Erfassung in einer zentralen Datenbank“ hin und unterstützen diese.
Die AG gegen Tierversuche der Uni Bielefeld fordert die Abschaffung von Tierversuchen.
Solange diese jedoch noch durchgeführt werden, fordern wir die verständliche Dokumentation aller Tierversuche mit deutscher Mitwirkung in einer öffentlich zugänglichen Datenbank.
Wer Tierversuche mit seinen Steuergeldern bezahlen muss, hat ein Recht darauf, zu erfahren, was genau dabei geschieht. Durch unzensiertes Filmmaterial muss dem Bürger regelmäßig der Zustand der Tiere während und außerhalb der Versuche dokumentiert werden. Es besteht kein Anlass, Tierexperimentatoren blind zu vertrauen. Wer regelmäßig Gewalt gegen Lebewesen ausübt, stumpft ab und muss hinsichtlich seines Umgangs mit Lebewesen kontrolliert werden.
Sowohl die Summe der für Tierversuche verwendeten Steuer- und Industriegelder als auch die Summe der Gelder, die in die (Weiter-) Entwicklung tierfreier Forschung fließen, ist jährlich bekannt zu geben. Jeder einzelne Tierversuch ist von einer unabhängigen Instanz auf seinen angekündigten und tatsächlichen Nutzen hin zu überprüfen. Die nachgewiesenermaßen ausschließlich durch Tierversuche zu erlangenden erfolgreichen Therapien sowie durch Tierversuche entstandene Schäden, verzögerte medizinische Erfolge sowie misslungene Tierversuche müssen veröffentlicht werden. Zugleich sind die Erfolge klinischer und epidemiologischer Forschung und tierfreier Methoden zu dokumentieren und hinsichtlich Aufwand und Effektivität Tierversuchen gegenüberzustellen.
Zwei Drittel aller Krebserkrankungen sind vermeidbar, nur ein Drittel ist heilbar. Durch eine geänderte Lebensweise können die meisten Krankheiten verhindert werden. Schon jetzt gibt es eine Zweiklassenmedizin und Fälle, in denen weniger Vermögende auch bei schicksalhaften schweren Erkrankungen keine zufrieden stellende Therapie erhalten. Die Machenschaften des Essener Transplantationsmediziners Prof. Broelsch, der Krebspatienten nur gegen „Spenden“ von mehreren tausend Euro operierte und zudem im Verdacht steht, die Verteilung von Spenderorganen manipuliert zu haben, demonstrieren dies eindrucksvoll. Auch deshalb ist zu prüfen und zu veröffentlichen, in welchem Maße Primärprävention die Gesundheit der Bevölkerung verbessern kann und in welcher Höhe die Summe ihrer finanziellen Förderung liegt.
Bitte kommen Sie dieser Forderung zum Wohle von Mensch und Tier nach!
Mit freundlichen Grüßen,
Die AG gegen Tierversuche der Uni Bielefeld«
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