Tierschutz bei den Ferienspielen |
| Posted by Frank on Mar 18 2008 at 11:08 AM |
Im Rahmen der Gütersloher Ferienspiele erklärten Astrid Reinke und Judith Raum Kindern viel Wissenswertes zu den Themen Tierschutz und artgerechte Haustierhaltung. Hier der Bericht aus der Neuen Westfälischen (Gütersloher Zeitung) vom Freitag, den 20. Juli 2007.
Gerechtigkeit für Tiere
Ferienspielkinder engagieren sich für Tiere

Tierische Sommerspiele: Angesichts der Übermacht vierbeiniger Wonneproppen haben sowohl die Tiere als auch die Kinder die anfänglichen Berührungsängste schnell verloren. Danach war allgemeines Schmusen auf der Wiese angesagt. FOTO: STADTPRESSEAMT
Gütersloh (NW/gpr). Beim Ferienspielangebot „Tiere schützen und verstehen“ im Bürgerzentrum Lukas in Blankenhagen wurde zwei Tage lang emsig gearbeitet.
Wer Tieren ein gutes Leben bieten will, muss viel über sie wissen. Wie teilt das Kaninchen eigentlich mit, dass es Kopfschmerzen hat, und warum muss es Löcher buddeln können? Warum brauchen Katzen Kletter- und keine Kratzbäume? Wieso werden Erkrankungen bei Tieren oft zu spät entdeckt? Es gab viele derartige Themen mit Tierärztin Astrid Reinke zu besprechen.
Doch auch der Spaß kam nicht zu kurz. Die drei Hunde Ayse, Luzi und Goliath, die sich in trauter Viersamkeit mit dem rot-getigerten Kater Robby tummelten, sorgten immer wieder für witzige Einlagen. Bei dem tollen Wetter konnten alle draußen mit den Hunden herumtoben und Ausflüge zum nahe gelegenen Baggersee unternehmen.
Der zweite Tag begann mit einem Frühstück. Danach erfuhren die Kinder etwas über Tierversuche. Ihnen wurde klar, dass die Entwicklung eines Medikaments im Tierversuch nicht beweist, dass dies der einzig mögliche, schnellste und beste Weg ist. Schließlich glaubt auch niemand, weil Torte satt macht, sei sie das Einzige, Beste und Gesündeste, um satt zu werden.
Während Tierversuche oft als notwendig dargestellt werden, stellt Tierärztin Reinke, Tierschutzpädagogin beim Verein Ärzte gegen Tierversuche kritische Fragen. „Kaum jemand weiß, dass der Erfolg von Tierversuchen gar nicht überprüft wird“, so Reinke.
Nutzen, Schaden und ethische Probleme wurden diskutiert. Die Kinder verarbeiteten Informationen und Gedanken zu einem riesigen Plakat, welches zeigt, was Experimente für Tiere bedeuten. Dazu führten sie ein Theaterstück mit Handpuppen auf, in dem Tiere sich über Tierversuche und Gerechtigkeit unterhalten.
„Was die Kinder in der kurzen Zeit geleistet haben sowie die Harmonie und Entspanntheit in der Gruppe waren bemerkenswert. Vielleicht lag es daran, dass alle die Welt für Tiere etwas besser machen wollten“, sagten die Betreuerinnen Anna Volbracht, Judith Raum und Astrid Reinke. Am Ende waren sich alle einig: Die Informationen waren wichtig, es war anstrengend – und vor allem war es sehr schön.
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