Tierschutzaktion in Gütersloher Kino

Posted by Frank on Mar 18 2008 at 11:06 AM
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Tierschutzaktion in Gütersloher Kino

Eine völlig neue Möglichkeit, ein breites Publikum anzusprechen und mit Informationen über Tierversuche zu versorgen, eröffnete uns ein dreitägiger Infostand des Vereins „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ im Kinocenter „CineStar“ in Gütersloh. Die AG unterstützte die Aktion, die sich als voller Erfolg erwies.

Kinobesucher

Die Kinobesucher zeigten sich interessiert und nahmen unser Informationsangebot gerne wahr.

Das Publikum reagierte positiv und interessiert auf das außergewöhnliche Informationsangebot im Kino. Auch wenn es vielen Menschen nicht bewusst ist (was zu ändern eines unserer wichtigsten Ziele darstellt): traurige Aktualität hat das Thema Tierversuche eigentlich immer, während unseres Infostandes im „CineStar“ allerdings ganz besonders. Denn nur wenige Tage zuvor war bekannt geworden, dass die Medizinische Hochschule Hannover besonders brutale Versuche an Mäusen durchgeführt hatte. Im Rahmen der Stammzellenforschung waren dort jeweils zwei Tiere aneinandergenäht worden (siehe dazu auch unseren Protestbrief). Über diese unfassbare Grausamkeit waren die Kinobesucher, die wir darüber aufklärten, besonders schockiert. Uns kam es darauf an, zu vermitteln, dass man in diesem Schock nicht verharren darf, sondern dass es gilt, die Empörung, die sich angesichts solcher Nachrichten einstellt, in konstruktive Aktivitäten gegen Tierversuche umzuwandeln.

Kinder und Jugendliche

Vor allem auch viele Kinder und Jugendliche konnten wir auf das Thema Tierversuche aufmerksam machen.

Da vor allem in den Nachmittagsstunden auch viele Kinder unter den Besuchern waren, hatten wir Gelegenheit, über das erfolgreiche Schulprojekt des Vereins „Ärzte gegen Tierversuche“ zu informieren.
Die ungewöhnliche Aktion wurde auch von der Presse aufgegriffen, sodass noch mehr Menschen auf unsere Arbeit aufmerksam werden konnten.
Mit unseren Infoständen in der Uni und der Bielefelder Innenstadt erreichen wir bereits viele Menschen. Aber mit dieser für uns bisher einzigartigen Aktion haben wir ein ganz neues Forum bekommen, dass es uns erlaubt, unseren Wirkungskreis weiter auszudehnen.

Schülerinnen

Auch Schülerinnen aus der „Tierschutz-AG“ der Elly-Heuss-Knapp-Realschule“ engagierten sich gegen Tierversuche. 

Für uns war es eine sehr positive Erfahrung zu sehen, wie zugänglich die Menschen, die sich doch eigentlich nur auf einen unterhaltsamen Kinobesuch eingestellt hatten, für unser Thema waren und wie groß die Resonanz war. Es ergaben sich viele gute Gespräche, die ihr Ziel, zum kritischen Nachdenken über Tierversuche anzuregen, sicher nicht verfehlt haben.

Zusammenarbeit

Ehrenamtliche der Tierheime Gütersloh und Bielefeld halfen mit, denn eine gute Zusammenarbeit zwischen karitativem und politischem Tierschutz hilft den Tieren am meisten.

Eine Fortsetzung dieses erfolgreichen Projekts ist schon für Ende des Jahres geplant!

Gruppenbild

Mit dem Erfolg der Aktion konnten Kinochef Thomas Bruhn (vorne), die Helfer vom Bundesverband Tierschutz und wir sehr zufrieden sein.

Presse

Hier der Bericht aus der Neuen Westfälischen (Gütersloher Zeitung) vom Donnerstag, den 16. August 2007.

Zeitungsartikel NW Gütersloh

Gewalt gegen Tiere geschieht heimlich

Gemeinsame Aktion von Tierschützern und Kinobetreiber/
Futter gegen Eis

Gütersloh (NW). Eine in Gütersloh bisher einmalige Gemeinschaftsaktion von Unterhaltungsbranche und Tierschutz gab es jetzt im Kinocenter „CineStar“. Kinochef Thomas Bruhn hatte den neuen Film „Evan Allmächtig“, eine Komödie, in der es um den Bau der Arche Noah geht, zum Anlass genommen, neben Spaß und Unterhaltung das Leid der Tiere in den Blickpunkt zu rücken.

Der Arbeitskreis Tierschutz Gütersloh und die Ärzte gegen Tierversuche e.V. informierten vier Tage lang im Kinofoyer über Gewalt gegen Tiere. Sie zeigten, was jeder Einzelne tun kann, damit es Tieren besser geht. Eine Kinobesucherin kommentierte das Thema „Tierversuche“ schließlich so: „Grausamkeiten, die ich nicht einmal ansehen mag, werden den Tieren täglich zugefügt; denn Sie können sich nicht wehren. Es stimmt, wer Tiere mag, sollte selbst etwas für sie tun. Gut, dass Sie hier sind!“

„Gewalt gegen Tiere geschieht heimlich – hinter verschlossenen Türen“, berichtete Frauke Albersmeier, die mithalf und in der AG gegen Tierversuche an der Universität Bielefeld aktiv ist, „um Tierleid zu beenden muss dieses zunächst bekannt gemacht werden. Wer weiß schon, dass der Nutzen von Tierversuchen nicht überprüft wird? Trotzdem bezahlen wir das Zusammennähen von Mäusen mit unseren Steuern.“

„Aufklärung über ein solch sensibles Thema sollte oberste Priorität haben“ erklärte auch Cinestar-Chef Thomas Bruhn. Wir sind wirklich stolz, das wir innerhalb kürzester Zeit zwei der renommiertesten Tierschutzverbände für unsere Aktion gewinnen konnten und auf diese Weise in einer etwas anderen Umgebung als sonst zum Nachdenken angeregt haben.“

Statt zu den obligatorischen Spenden rief das CineStar dazu auf, im Kino Tierfutter gegen Eis aus dem Kinosortiment zu tauschen. Diese Möglichkeit nutzten dann auch viele Gütersloher und kamen zum Kinobesuch mit Hunde, Katzen oder Nagerfutter, um die Aktion tatkräftig zu unterstützen.

Der Erlös der erfolgreichen Veranstaltung wird dem Tierheim Gütersloh als Sachspende übergeben.

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